Den Wellenwiderstand transformieren 50 Ohm > 150 Ohm mit einer Lambda/4 Leitung

Der Wellenwiderstand kann mit einer Lambda/4 langen Leitung transformiert werden.

Ein Beispiel:
Eine UKW Antenne hat einen Wellenwiderstand von Z=50 Ohm und das Autoradio mit langem Antennenstecker einen Eingangs-Wellenwiderstand von Z=150 Ohm. Dann kann man eine Lamda/4 lange Koaxleitung mit einem speziellen Wellenwiderstand Z_{Trafo} dazwischen schalten um den Wellenwiderstand zu transformieren.

Z_{Trafo} = \sqrt{Z_{Eingang} * Z_{Ausgang}}

 

Für diesen Fall sind es ca. 86,6 Ohm. Also kann z.B. eine 93 Ohm Sat TV Koax Leitung verwendet werden. Ein 75 Ohm Koaxkabel geht zur Not auch, und kann sinnvoll sein wenn BNC Stecker verwendet werden sollen.

 

Die Länge der \lambda/4 Leitung ergibt sich aus der Mittenfrequenz und dem Dielektrikum Wert V (velocity, typisch 0,66 … 0,85) aus dem Datenblatt.
Der UKW Radiobereich geht von 87.5 bis 108 MHZ, die Mittenfrequenz liegt bei 97.5 MHz. Bei einer Bandbreite von ca. 20% bezogen auf die Mittenfrequenz arbeitet die \lambda/4 Transformation ganz ordentlich.

Wird nun eine 93 Ohm Koaxleitung mit einem V=0.78 bei der Mittenfrequenz von 97.5 MHz verwendet, so muss sie ca. 96 cm lang sein.

Diese \lambda/4 Transformation wird auch bei dem Wilkinson Teiler verwendet.

von Matthias Busse

3 Gedanken zu „Den Wellenwiderstand transformieren 50 Ohm > 150 Ohm mit einer Lambda/4 Leitung

  1. jello

    Hallo,
    kann es sein dass Du dich bei der Berechnung der Kabellänge vertan hast? Bzw. welche Formel verwendest Du hierfür?

    Wenn ich die Lamda/4-Wellenlänge der jeweiligen Frequenz mit dem Verkürzungsfaktor multipliziere komme ich auf andere Ergebnisse als dein Rechner ..

    Viele Grüße

    Antworten
  2. Apo Long

    Hallo,
    ich hoffe, ihr könnt mir helfen: Ich möchte eine Antenne mit Winkelreflektor als Feedpoint eines Sat-Spiegels bauen. Der Winkel sool 90° betragen, um die gesamte Schüssel auszuleuchten. Die Arbeitsfrequenz ist 1800 MHz (LTE) und eine weitere bei 2100 MHz (LTE). Das Dumme ist nun, daß bei dem verwendeten gestreckten Dipol die Impedanz ca. 120 Ohm beträgt, das Kabel RG58 jedoch 50 Ohm. Ein Lambda/4 Koaxbalun hilft mir da nicht weiter. Leider kann ich keine allgemeingültige Formel für die Berechnung einer Umwegleitung für diesen Fall finden. Kann jemand helfen? Das wäre sehr, sehr nett !

    Antworten

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